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Im Rahmen der Master-Vorlesung BAUHAUS 1919-1933

Abendvortrag im Archiv für Baukunst
MI 29.05.2013 19:30
PD Dr. Peter Bernhard
Die unbekannten Lehren des Bauhauses

MI 12. 06.2013 19:30 Uhr
Dr. Regina Prinz
Bauhaus-Architektur und Architektur am Bauhaus?
Zur Architekten- und Architektinnen- Ausbildung am Bauhaus 1919 bis 1933
Letzte Änderung am: 14. May.13
 
Konstruktion und Gestaltung Forschungsgeleitete Lehre von Eda Schaur an der Fakultät für Architektur der LFU 1995-2012
   


„Konstruktion und Gestaltung“ ist in Innsbruck unmittelbar mit dem Schaffen Eda Schaurs verbunden. Einerseits weil es den begrifflichen Rahmen für ihre Haltung und Position in der Architektur bildet. In diesem Sinne bezeichnen Konstruktion und Gestaltung die Verbindung zweier wesentlicher Entwurfsaspekte der Architektur: die gleichzeitige Betrachtung räumlicher Qualitäten, respektive der Form und den jeder Struktur und Form innewohnenden konstruktiven Eigenschaften innerhalb eines Entwurfes. Statische Voraussetzungen, formgenerierende Momente des Baustoffs und der Konstruktion sind keine zusätzlich zu bearbeitenden Faktoren, sondern grundlegendes Potential der Architektur. Andererseits steht „Konstruktion und Gestaltung“ für das Institut das Eda Schaur an der Universität Innsbruck 18 Jahre lang leitete und aufgebaut hat. An dem Institut hat Eda Schaur die Schule Frei Ottos anhand zahlreicher Forschungsfragen zu Leichtbaukonstruktionen mit Studierenden weitergeführt und diesen das unbedingte Zusammenspiel eben von Konstruktion und Gestaltung als einen selbstverständlich zusammenhängenden und sich bedingenden Teil des architektonischen Entwerfens mitgegeben.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl an Modellstudien zur Formwelt von mehrschichtigen Membrankonstruktionen sowie irregulären Phänomenen aus der forschungsgeleiteten Lehre der letzten 7 Jahre.


Eröffnung Do 11. April 2013, 19.30 Uhr

Es sprechen
PD Dr. Christoph Hölz
Rektor Prof. Dr. Tilmann Märk
Prof. DI Gabriela Seifert
Prof. Dr. Rainer Graefe

Laufzeit
12. April – 31. Mai 2013

Öffnungszeiten
Di bis Do 11.00 – 17.00 Uhr
Fr 11.00 – 13.00 Uhr
und auf Anfrage

Ort
Forschungsinstitut
Archiv für Baukunst
Universität Innsbruck
im Adambräu
Lois Welzenbacher Platz 1/E6
6020 Innsbruck
Tel +43 512 507-33102
http://archiv-baukunst.uibk.ac.at

Im Universitätsverlag erscheint die gleichnamige Publikation

Laudatio von Prof. Graefe

Letzte Änderung am: 21. Mar.13
 
Neuzugänge der Nachlässe von Clemens Holzmeister und Lois Welzenbacher
   


Am 23. Dezember 2011 wurde der Vertrag zwischen DI Guido Holzmeister und dem Rektor der LFU Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tilmann Märk, unterzeichnet, mit dem der Nachlass von Prof. Clemens Holzmeister aus Privatbesitz in den Bestand des Archivs für Baukunst der Universität Innsbruck übergeht. Damit ging eine mehrjährige Verhandlung erfolgreich zu Ende.

Die Nachlässe von Lois Welzenbacher und Clemens Holzmeister
Als das Archiv für Baukunst am 14. Jänner 2005 gegründet wurde, hielt der Gründungsauftrag fest, dass die vordringlichste Aufgabe des Archivs in der Sammlung, Dokumentration und Erforschung der Entwicklung der modernen Architektur in Tirol seit Ende des 19. Jahrhunderts zu finden sei. Diese Aufgabe erfüllte das Archiv in den vergangenen sieben Jahren mit großem Erfolg: in kurzen Abständen gelang es, die Nachlässe der bedeutendsten Architekten und Baumeister der frühen Moderne Tirols in den Sammlungsetagen im renovierten Sudhaus des ehemaligen Adambräu zu versammeln (siehe Datenbank auf dieser Homepage). In der Reihe dieser illustren Namen fehlten bis vor kurzem zwei Architekten: Lois Welzenbacher und Clemens Holzmeister. Denn die Bedeutung der beiden gebürtigen Tiroler geht weit über die Landesgrenzen hinaus. Sie zählen durch ihre Bauten und Entwürfe zu wichtigen Vertretern der Moderne in Europa und gelten durch ihre Lehrtätigkeit zu den „Übervätern“ späterer Generationen von Architekten in Österreich.

Im Sommer 2011 gelang es in Absprache mit der Leitung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum, den Nachlass von Lois Welzenbacher (1889-1955) als Dauerleihgabe in die Sammlung zu überführen. Damit kam eine zentrale Figur der frühen Moderne ins Archiv. Besonders erfreulich ist diese Neuerwerbung auch deshalb, weil nun erstmals Welzenbachers Werk in einem seiner Hauptwerke, dem ehemaligen Adambräu, zu studieren ist.

Lois Welzenbacher seinem drei Jahre älteren Zeitgenossen, Landsmann und Architektenkollegen Clemens Holzmeister (1886-1889) an die Seite zu stellen, war ein lange gehegter Wunsch in Innsbruck. Kurz vor Jahresende 2011 ging dieser Wunsch endlich in Erfüllung.

Das über 70 Jahre umfassende Lebenswerk Clemens Holzmeisters als Architekt und Lehrer ist reich an schillernden Facetten und Höhepunkten. Fünf Stationen seiner Karriere stechen dabei besonders hervor und markieren die imposante Entwicklung Holzmeisters zu einem der führenden, international gefragten Architekten:

• 1923 Gründung eines ersten privaten Architekturbüros in Bozen, das er zusammen mit seinem Freund, dem Architekten und Schauspieler Luis Trenker, führt
• 1921 Dritter Preis im Wettbewerb für ein Krematorium am Zentralfriedhof in Wien.
Er erhielt dennoch den Auftrag für die Umsetzung seines Entwurfes, da er die Idee hatte das brachliegende Gelände um das Schloss Neugebäude in Simmering nahe des Zentralfriedhofes in sein Projekt einzubinden und damit einer neuen Nutzung zuzuführen.
Daraufhin Ruf auf eine Professur an der Akademie für bildende Künste in Wien, die Holzmeister von 1924 bis 1938 innehält
• ab 1926 Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Theaterintendanten Max Reinhard und Aufträge für die Festspiele in Salzburg (Kleines und Großes Festspielhaus, Umbauten und Erweiterungen 1926 / 1936-38 resp. 1955-60)
• seit 1927 Tätigkeit für die laizistische Republik Türkei im Auftrag des legendären Staatsgründers Kemal Atatürk (1938-1954 Aufenthalt in der Türkei; 1940-49 Professor an der TH Istanbul)
• seit 1954 Lehrtätigkeit als Professur für Architektur an der Akademie für bildende Künste in Wien, 1955-57 als Rektor. Zu seinen Schülern zählen unter anderen Hans Hollein, Wilhelm Holzbauer, Gustav Peichl, Josef Lackner und Friedrich Achleitner.

Clemens Holzmeister konnte eine beachtliche Zahl an Gebäuden für unterschiedliche Bauaufgaben verwirklichen: von Privathäusern über Industrieanlagen, öffentlichen Repräsentationsbauten für Kultur, Bildung und Verwaltung bis zu Kirchen und Klosteranlagen. Die herausragenden Leistungen erreichte er im Theater- und Sakralbau. Seine kraftvolle Architektursprache changierte zwischen Expressionismus und neuer Sachlichkeit – wobei unterschwellig Anklänge an barocke und klassische Traditionen spürbar bleiben konnten.
Versiert setzte er überliefertes Handwerk und moderne Bautechniken ein, sei es in Naturstein, Klinker und Holz oder im damals noch jungen Baustoff Beton. Sicher und selbstbewusst wählte er Form, Farbe und Proportion und schuf damit erstaunliche Innenräume, vom monumentalen Kirchenraum bis zur intim-heimelig anmutenden Berghütte.
Nicht zuletzt muss die brillante Zeichenfertigkeit und Malkunst Holzmeisters herausgestellt werden. Wie nur wenig Andere in seinem Fach beherrschte er die Darstellungstechniken mit Kohle, Aquarell, Zeichen- und Buntstift.
Holzmeister rangiert mit seinen Entwürfen und ausgeführten Bauten in der ersten Liga der so genannten „konservativen Moderne“ und wird in der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts in einem Atemzug genannt mit seinen Zeitgenossen Peter Behrens, Paul Bonatz und Wilhelm Kreis.

Dieses beeindruckende Œuvre spiegelt sich in dem im Archiv für Baukunst verwahrten Bestand wieder. Es umfasst im Wesentlichen vier Konvolute:

1. über 500 Architekturpläne, Zeichnungen und Aquarelle
2. Schriftwechsel und vollständiger Pressespiegel der Jahre 1913-1997
3. Kalender und Notizbücher
4. annähernd 10.000 Originalfotografien und über 500 Dia-Positive sowie mehrere Filme

Innerhalb des Bestands nehmen die Fotografien einen besonderen Stellenwert ein, da sie das gesamte Werk des Architekten dokumentieren. Neben dem Planbestand in der Grafischen Sammlung Albertina ist nun der komplementäre, bisher private zweite Teil des Nachlasses von Clemens Holzmeister im Archiv für Baukunst der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck für die Wissenschaft zugänglich.
Ziel der kommenden Jahre wird es daher sein, den Bestand im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts zu bearbeiten und zu analysieren. Denn erst jetzt ist es möglich, ein vollständiges, kritisch kommentiertes Werkverzeichnis eines der bedeutendsten Architekten Österreichs zu erarbeiten und damit eine Lücke in der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts zu schließen.

Rezension zu neu erschienener Literatur über Clemens Holzmeister von Prof. Dr. Burcu Dogramaci.

Presse
TT Artikel
Wissenwert
Letzte Änderung am: 01. Mar.12
 
2011-2013 Wanderausstellung und Katalog WEITERBAUEN AM LAND
   

Bild: Ausstellung September Bregenz 2012


WEITERBAUEN AM LAND
Verlust und Erhalt der bäuerlichen Kulturlandschaft in den Alpen

Nächster Ausstellungsort:
29. Mai im Schloss Landeck

folgende Ausstellungsorte:
n.n.

Der Umgang mit dem kulturellen Erbe im ländlichen Raum ist ein Thema, das von vielen verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet und untersucht werden soll. Die Fragestellungen und möglichen Antworten sind meist in einem weiten Spektrum zum Teil gegensätzlicher Standpunkte angesiedelt: Beim Erhalt eines Objekts reicht die Bandbreite der architektonischen und wirtschaftlichen Lösungen vom Erhalt des Originalzustands einerseits bis zur Veränderung und Weiterentwicklung andererseits, von der Bewahrung der ursprünglichen Funktion bis zur Umnutzung. Das Individuum und die Gemeinschaft verfolgen dabei oftmals divergierende Interessen. Demnach werden der Gebrauchswert und die Leistungsfähigkeit eines Objekts ganz unterschiedlich bewertet, wird das Einzelgebäude und das gesamte Ensemble von Bauten als „nützlich“ und „erhaltenswert“ oder „belastend“ und „überflüssig“ empfunden.

Die Ausstellung und Publikation "Weiterbauen am Land" dokumentiert die Vielfalt und auch den Zwiespalt von Restauration, Umbau oder Neubau im ländlichen Raum.
Die Ausstellung war im Archiv für Baukunst vom 02. März bis 15. April 2011 zu sehen.

Der Ausstellungskatalog ist im Buchhandel erhältlich oder über den Verlag zu beziehen:
Buchbestellung Studienverlag


Bild: Ausstellung in Kramsach


Ausstellung Salzburg:
Eröffnung 26.09.2011 18:00 Uhr Auftaktveranstaltung, Salzburg AG, Rotunde 5020 Salzburg
Veranstaltungsprogramm Salzburg
Online Artikel Salzburgermuseen
weitere Stationen: Klessheim (10. 01.), Tamsweg (31.01.), Oberalm (23.02.), Bruck a. GG. (13.03.), St. Johann i. P. (11.04.), Elixhausen (02.05.), Saalfelden (11.06.)


Bild: Ausstellung in Rotholz

Vergangene Ausstellungsstandorte in Tirol und Vorarlberg:

ab 4. September 2012, Bundesdenkmalamt, Landeskonservatorat für Vorarlberg, Bregenz
Flyer
Fotos der Ausstellung in Bregenz

Brandberg im Zillertal - Mitterstall
30.07.2012 - 30.08.2012

Gemeinde Tannheim
30.05. - 30.06.2012
Pressenachricht Bezirksblatt

In LWLA Imst, LW-Zentrum Imst,
25.04.2012 - 16.05.2012

LWLA Landwirtschaftliche Lehranstalt St. Johann i.T., 01.03.2012 - 31.03.2012

LWLA Landwirtschaftliche Lehranstalt Lienz,
11.11.2011 - 07.12.2011

Landhaus II, Heiliggeiststrasse 7-9, Innsbruck,
03.10.2011 - 28.10.2011

Gemeinde Hopfgarten,
09.09.2011 - 25.09.2011

LWLA Landwirtschaftliche Lehranstalt Rotholz
1. Mai bis 27. Mai 2011
Fotos von der Ausstellung Rotholz

Höfemuseum Kramsach, 17.06. bis 14.08.2011
http://www.museum-tb.at/


weitere Informationen:
Pressespiegel
TT Online
Salzburger Nachrichten online
Ö1 Kultur
Echo Artikel von Susanne Gurschler
6020Stadtmagazin Artikel von Julia Brugger
Bauindustrie Bayern
Echo Artikel 04/11
Südtiroler Landwirt 09/2011
Mein Monat Wirtschaftsraum Telfs Nr.4, März 2011
Springerarchitektur April 2011
Süddeutsche Zeitung 02.06.2012

Letzte Änderung am: 11. Feb.11
 
 
©Archiv für Baukunst