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MIES UND WELZENBACHER IM KONTEXT DER MODERNE
   

Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Über Lois Welzenbacher“

„Mies und Welzenbacher im Kontext der Moderne“
Dietrich Neumann, Brown University, Providence, Rhode Island, USA

Zeit: Mittwoch, 15. Januar 2020, 19:00 Uhr
Ort: Adambräu E1

Zum Thema
Der Vortrag setzt sich mit Parallelen und Unterschieden im Werk und der kritischen Rezeption von Ludwig Mies van der Rohe und Lois Welzenbacher Ende der zwanziger und dreißiger Jahre auseinander. Unübersehbare Gemeinsamkeiten zeigen etwa das Haus Lange von Mies in Krefeld (1928, weitgehend original und denkmalgeschützt) und Welzenbachers Haus Schulz in Recklinghausen (1928, kriegszerstört, stark verändert wiederaufgebaut), nicht nur in der Materialwahl der charakteristischen, rötlich violetten Klinkerverkleidung. Trotzdem findet man auch deutliche Unterschiede. Während Mies sich mit zunehmendem Alter immer mehr wiederholte, und im Grunde fast nie überzeugend auf den Kontext reagiert hat, bewies Welzenbacher eine größere Flexibilität und bezog sich zeitlebens auf die Situierung des Gebäudes in Natur und Landschaft.









Zum Referenten
Dietrich Neumann (born 1956 in Göttingen, Germany) is a professor for the history of Modern Architecture and director of Urban Studies at Brown University. He was trained as an architect in Munich, Germany and at the Architectural Association in London and received his PhD from Munich University. His publications have dealt with the history of skyscrapers, movie set design, architectural illumination, building materials and in particular with the work of Ludwig Mies van der Rohe.
He has won fellowships at the Canadian Center for Architecture in Montréal, the Institute for Advanced Study at Princeton, at the American Academies in Berlin and Rome and won the Founder’s and Philip Johnson Awards from the Society of Architectural Historians, where he served as president 2008-2010 and was named a fellow in 2018. He was the first Vincent Scully Visiting Professor at Yale and is a member of the Committee on Architecture and Design at the Museum of Modern Art.


Downloads:

Vortrag Dietrich Neumann
Letzte Änderung am: 21. Nov.19
 
üBER LOIS WELZENBACHER - ein anderer Architekt der Moderne
   

Die Ausstellung über Lois Welzenbacher im Sudhaus des ehemaligen Adambräu, einem der
bedeutendsten Bauten des Architekten, ist eine Gemeinschaftsproduktion von Archiv für Baukunst
und aut. architektur und tirol und besteht aus zwei
Teilen:

ein anderer Architekt der Moderne
Archiv für Baukunst, Ebene 6-9

ein Filmprojekt von Lukas Schaller und Rainer Köberl
aut. architektur und tirol, Ebene 0-2



Eröffnung: Donnerstag, 10. Oktober 2019, 19.00 Uhr
Einführende Worte:
Wolfgang Meixner (Vizerektor der LFU Innsbruck)
Christoph Hölz (stellv. Leiter Archiv für Baukunst)
Arno Ritter (Leiter aut)
Rainer Köberl (Architekt)

Ausstellungsdauer: 11. Oktober 2019 - 18. Jänner 2020

Öffnungszeiten:

di – fr 11.00 – 18.00 Uhr
sa 11.00 – 17.00 Uhr
an Feiertagen geschlossen!

Ausstellungsorte:

FI Archiv für Baukunst
Lois Welzenbacher Platz 1
A-6020 Innsbruck
Ebene 6
Tel.:+43.512.507 33 101
Mail: archiv.baukunst@uibk.ac.at
www.archiv-baukunst.uibk.ac.at

aut. architektur und tirol
Lois Welzenbacher Platz 1
A- 6020 Innsbruck
Ebene 0-2
Tel.: + 43.512.57 15 67
Mail: office@aut.cc
www.aut.cc

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Anlässlich der Ausstellung im Adambräu erscheint eine Begleitpublikation:

Archiv im Adambräu. Die Architektursammlung im Welzenbacher-Bau
Christoph Hölz (Hrsg.),Studienverlag Innsbruck, 2019, 252 Seiten.

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Begleitprogramm:

Samstag, 9. November 2019, 15:00 Uhr
Kuratorenführung durch die Ausstellung und das Adambräu
im Rahmen der „Premierentage – Wege zur Kunst“


Freitag, 15. November 2019, 16:00 Uhr
Führung durch das Haus Welzenbacher in Absam

Donnerstag, 21. November 2019, 19:00 Uhr
„nimm 3“
Gespräch mit Werner Burtscher, Hugo Dworzak und
Bruno Sandbichler

aut. architektur und tirol, Adambräu (Ebene 1)

Donnerstag, 28. November 2019, 19:00 Uhr
Vortrag von Joachim Moroder
„Lois Welzenbacher und die Möbel der Tiroler Moderne“
aut. architektur und tirol, Adambräu (Ebene 1)

Joachim Moroder
1947 geboren in St. Ulrich/Gröden (Südtirol).
1966 Maturaabschluss am Kunstlyzeum Florenz
1974 Lehramt für Kunsterziehung
1975 Abschluss des Architekturstudiums an der TU Graz
1976-1977 Mitarbeit in den Architekturbüros Arch. Musil und Arch. Ottel, Wien
1978-1979 Mitarbei im Architekturbüro Ilgerl, Peneff, Walch in Graz
ab 1979 Hochschullehrer am Institut für Raumgestaltung und Entwerfen der Architekturfakultät Innsbruck.
1988 Dissertation: „ Untersuchung der räumlichen Anlagemerkmale der
Überetscher Siedlungstypologie“, am Institut für Raumgestaltung und Entwerfen (heute Institut für Gestaltung Studio 2)
der Architekturfakultät der Universität Innsbruck, bei Prof. Arch. Othmar Barth, abgeschlossen.
1994 Habilitation: „Siegfried Mazagg – Interpret sder Moderne in Tirol“ an der
Architekturfakultät der Universität Innsbruck für die Erlangung der Lehrbefugnis eingereicht und abgeschlossen.

Lois Welzenbacher betrachtete ein Gebäude nicht als leblose Struktur, sondern als ein beseeltes Wesen in dem der
Mensch den Raum erleben und leben kann, in dem er sich bewegt und dort sich auch entfalten kann. Er hatte eine
ganzheitliche Architekturauffassung. Seine kreative Entwurfsentwicklung endete nicht mit den konstruktiven
Raumstrukturen. Es war ihm wichtig, den Entwurf eines Baukörpers bis zur Rauminszenierung durchzuführen.
Die planerische Gestaltung der Möbel und der raumbestimmenden Elemente bis zum Detail wurden festgelegt.
Nichts wurde dem Zufall oder den eigenmächtigen Entscheidungen eines Bauherrn überlassen. Um den Menschen
im Raum ein Wohlgefühl zu geben, müssen Materialien, Farben und Formen den Raum als Ganzes harmonisieren.
Der Raum sollte als Medium auf den Menschen wirken.
Anhand einiger Bauwerke wird das Innenraum- und Möbeldesign von Welzenbacher exemplarisch dargestellt.

Mittwoch, 15. Jänner 2020, 19:00 Uhr
Vortrag von Dietrich Neumann
„Mies und Welzenbacher im Kontext der Moderne“
Parallelen und Unterschiede im Werk und kritische Rezeption von
Ludwig Mies van der Rohe und Lois Welzenbacher Ende der Zwanziger Jahre
im Archiv für Baukunst, Adambräu (Ebene 6)

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Downloads:

Einladungskarte (PDF)
Plakat (PDF)
Pressespiegel TT Artikel 11.10.2019
Pressematerialien

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Galerie:

Rundgang durch die Ausstellung
Eröffnung der Ausstellung
Letzte Änderung am: 11. Oct.19
 
HENRY VAN DE VELDE UND DAS BAUHAUS
   


Vortrag am 23. Mai 2019, 19:30 Uhr
Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck

HENRY VAN DE VELDE UND DAS BAUHAUS
Priska Schmückle von Minckwitz

zum Thema
Das 1919 in Weimar gegründete Bauhaus wäre ohne den Wegbereiter Henry van de Velde nicht entstanden. Er war es, der den jungen Walter Gropius als möglichen Nachfolger für die Leitung seiner 1907 eröffneten Kunstgewerbeschule vorschlug. Hundert Jahre nach der Gründung der weltweit wahrscheinlich berühmtesten Kunstschule ist es wichtig zu beleuchten was beide Institutionen verbindet und wie beide eine zentrale Rolle in der Entwicklung der modernen Formen und Ästhetik gespielt haben. Nicht zuletzt soll die nur wenigen bekannte Schulgründung Institut supérieur des arts décoratifs (École La
Cambre) van de Veldes aus dem Jahr 1927 in den Vergleich einbezogen werden.

Zur Referentin
Priska Schmückle von Minckwitz ist Architekturhistorikerin; sie lebt und arbeitet in Paris. Nach einem Studium der Kunstgeschichte an der Sorbonne Paris IV und an der Freien Universität in Berlin, beriet sie die Restaurierung der Villa Esche in Chemnitz sowie weitere Denkmapflegerische Projekte zum Werk Henry van de Veldes. Sie ist Mitglied des Vereins Fonds Henry van de Velde, das in Zusammenarbeit mit der ENSAV-LA Cambre und der Faculté d'architecture La Cambre-Horta ULB im Februar 2019 in Brüssel eine Tagung zum Thema Henry van de Velde und das Bauhaus abhielt. Ihr Vortrag in Innsbruck am 23. Mai wird ein Einblick bieten in die Ergebnisse jener Tagung, die das Thema erstmalig gründlich erfasste.







Die Architektur der Zwischenkriegszeit wird noch immer häufig allein mit Begriffen wie Klassische Moderne, Avantgarde, Neues Bauen, Funktionalismus, Rationalismus oder Internationaler Stil beschrieben. Seit den 1980er Jahren gibt es freilich beträchtliche Anstrengungen, den Blick zu weiten und auch andere Ausprägungen der Moderne zu betrachten.
Das 100jährige Jubiläum des Bauhauses 2019 soll zum Anlass genommen werden, einen kritischen Blick auf die Forschungen zur Moderne, oder besser: zur Multiplen Moderne zu werfen. In der Ausstellung »Tirol und die Moderne« sollen in einer synchronoptischen Darstellung die Tiroler Moderne und die wesentlichen anderen Strömungen der Moderne gemeinsam dargestellt werden, um deren Verflechtungen und Parallelitäten, aber auch deren Unterschiedlichkeiten deutlich zu machen.

Dauer: 04. 02.19 – 02.03.19

Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 14h – 19h
Sa: 11h – 16h
Sonn- und Feiertage geschlossen

Letzte Änderung am: 31. Jan.19
 
   
Letzte Änderung am: 11. Jan.19
 
 
©Archiv für Baukunst