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Aufgaben und Schwerpunkte
Die Aufgabe des Archivs ist die Sammlung, Dokumentation und wissenschaftliche Bearbeitung von Materialien der Architektur und Ingenieurbaukunst seit dem 19. Jahrhundert.
Ein Schwerpunkt ist der zentrale Alpenbereich mit Tirol, Südtirol und den Nachbarregionen Trentino und Vorarlberg.

Bestände und Neuzugänge werden der Öffentlichkeit in Ausstellungen und Publikationen, Tagungen und Vorträgen zugänglich und der internationalen Forschung verfügbar gemacht. Forschungsprojekte werden auch in Zusammenhang mit den Lehrveranstaltungen des Lehrstuhls für Baugeschichte und Denkmalpflege unter Beteiligung der Studenten durchgeführt. Dadurch soll ein wesentlicher Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Erbes und zur Förderung der Forschung geleistet werden.

Mit der Kombination von Architektur und Ingenieurbaukunst bildet das neue Archiv unter den bestehenden europäischen Institutionen eine Ausnahme. Als ein Forschungsschwerpunkt des Lehrstuhls für Baugeschichte und Denkmalpflege wird die "Geschichte des Konstruierens" dokumentiert und analysiert. Die Ingenieurbauten in Bergregionen mit ihren eigenen Bedingungen und besonderen Herausforderungen werden mitunter die Sammlung ergänzen. Auch die traditionelle bäuerliche Architektur der Alpenregion ist ein Arbeitsfeld.
 
Sammlung
Die Sammlung beinhaltet Architektennachlässe, einzelne Projekte, Firmenarchive, Fotosammlungen, Publikationen, Modelle und ähnliche Materialien. Ein Schwerpunkt der Sammlung ist die klassische Moderne. Der zentrale Alpenraum hat mit der Architektur der zwanziger und dreißiger Jahre eine eigenständige Entwicklung vorzuweisen: Im Spannungsfeld zwischen der internationalen "Weißen Moderne" und der regionalen Architekturszene entstand eine spezifische Tiroler Baukunst von außerordentlicher Qualität und Vielfalt, deren kraftvolle, unverwechselbare Formensprache europaweit Beachtung fand. Erstaunlich ist, dass von den vielen bedeutenden Architekten nur Lois Welzenbacher und Clemens Holzmeister heute noch international bekannt sind. Diese "vergessene Moderne" wird in den nächsten Jahren sukzessive aufgearbeitet.
 
©Archiv für Baukunst